Die Viva Technology feierte in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen und etablierte sich einmal mehr als Europas größte Messe für Technologie und Start-ups. In diesem besonderen Jubiläumsjahr stand Deutschland als offizielles Partnerland („Country of the Year“) im Mittelpunkt. Grenzüberschreitende Projekte und Initiativen aus dem Oberrheingebiet, die naturgemäß deutsch-französischer Natur sind, hatten das Glück, zur Teilnahme eingeladen zu werden, und konnten ihre Arbeiten einem Fachpublikum aus aller Welt vorstellen!
Das Projekt IMARA, das vom Institut Hospitalo-Universitaire de Strasbourg (FR) in Zusammenarbeit mit der Universität Straßburg (Labor Icube) (FR), der Hochschule Reutlingen (DE) sowie Partnern aus dem akademischen und klinischen Bereich getragen wird, war zu dieser 10. Ausgabe der VivaTech eingeladen.
Das IMARA-Projekt entwickelt eine Roboterplattform zur Unterstützung von Pflegeteams. Es basiert auf zwei sich ergänzenden Innovationen: einem autonomen mobilen Roboter, der chirurgisches Material aus den Lagerräumen zum Operationssaal transportiert, und einem Roboterarm mit Fähigkeiten zum Lernen durch Nachahmung, der mithilfe von Computer Vision und künstlicher Intelligenz die Handgriffe des Pflegepersonals bei der Vorbereitung und Bereitstellung der Instrumente beobachtet und nachahmt. Diese aus der Industrie stammenden und geschickt an den medizinischen Bereich angepassten Technologien werden Teil eines interoperablen Ökosystems sein, das so konzipiert ist, dass es sich nahtlos in die digitale Umgebung des Krankenhauses integrieren lässt. Durch die Automatisierung dieser Abläufe entlastet IMARA das Pflegepersonal und verringert gleichzeitig das Risiko menschlicher Fehler bei der Vorbereitung des Materials.
Darüber hinaus trägt IMARA dazu bei, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken und die Oberrheinregion als europäisches Kompetenzzentrum für Medizinrobotik zu positionieren – als Vorläufer der Krankenhäuser von morgen: vernetzte Umgebungen, in denen Robotik und künstliche Intelligenz das Fachpersonal dabei unterstützen, die Qualität und Sicherheit der Versorgung zu verbessern.
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Weitere deutsch-französische Initiativen und Projekte mit Bezug zum Oberrhein waren im deutschen Bereich oder am Stand der Region Grand Est und ihrer Partner vertreten:
- Deutsch-Französisches Institut für die Industrie der Zukunft
Arts et Métiers und das KIT haben das Deutsch-Französische Institut für die Industrie der Zukunft gegründet und stützen sich dabei auf 30 Jahre Erfahrung im Rahmen eines Doppelabschlussprogramms. Das Institut konzentriert sich auf Produktionssysteme und Robotik, virtuelle und erweiterte Realität sowie fortschrittliche Fertigungstechniken. Mit Unterstützung der DFH-UFA fördert es Forschung, Doktorandenausbildung und nachhaltige industrielle Innovation.
- Das Ökosystem der Quantenwissenschaften und -technologien am Oberrhein
Das Europäische Zentrum für Quantentechnologien mit Sitz in Straßburg war vertreten, und das grenzüberschreitende Projekt zur Strukturierung des Quanten-Ökosystems „UpQuantVal“ wurde in einer Podiumsdiskussion vorgestellt.
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