Das Land Baden-Württemberg setzt seine Investitionen in Quantentechnologien fort und kündigt eine zusätzliche Förderung in Höhe von 4,5 Millionen Euro für die Graduiertenschule IQST-Graduiertenschule@QuantumBW an, deren Förderung bis 2032 verlängert wird. Diese Entscheidung ist Teil der regionalen Strategie, die darauf abzielt, die Forschung in der Quantenphysik zu stärken und eine neue Generation von Fachkräften in einem Bereich auszubilden, der als strategisch wichtig für die wissenschaftliche, industrielle und technologische Zukunft Europas gilt.
Quantentechnologien eröffnen bedeutende Perspektiven in Bereichen wie Hochleistungsrechnen, hochempfindliche Sensoren, sichere Kommunikation sowie Anwendungen in den Bereichen Gesundheit, Mobilität und Klimawandel. Mit dieser verstärkten Förderung bekräftigt das Land seinen Willen, Baden-Württemberg zu einer der führenden europäischen Regionen im Bereich der Quantentechnologien zu machen.
Die Graduiertenschule IQST-Graduiertenschule@QuantumBW widmet sich Doktorandenprojekten, die auf angewandte Forschung in der Quantenphysik ausgerichtet sind. Die Doktoranden arbeiten an Themen mit hohem wissenschaftlichem und technologischem Potenzial, mit dem Ziel, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in konkrete Anwendungen umzusetzen. Die Forschungsschwerpunkte umfassen insbesondere:
- Quantensensoren und Quantenmesstechnik;
- Quanteninformatik und Quantencomputing;
- integrierte Quantentechnologien und Quantenphotonik;
- Quantenmaterialien;
Das Programm legt großen Wert auf Interdisziplinarität und die Öffnung gegenüber der Industrie. Die Doktoranden profitieren somit von einem strukturierten Ausbildungsprogramm und absolvieren Pflichtpraktika bei europäischen Partnern aus der Industrie, bei innovativen KMU oder Start-ups aus dem Quantenbereich. Zudem werden Kooperationen mit Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Maschinenbau oder Luftfahrt aufgebaut.
Dieser Ansatz zielt darauf ab, den Wissenstransfer in industrielle Anwendungen frühzeitig zu fördern und akademische Forschung und wirtschaftliche Innovation einander näherzubringen. Darüber hinaus werden jungen Forschern an den Universitäten in Baden-Württemberg Zusatzschulungen zu Themen wie Technologietransfer, Unternehmertum, geistiges Eigentum oder auch übergreifende Kompetenzen im Zusammenhang mit wissenschaftlichen und nicht-akademischen Karrieren angeboten.
Die Organisation der Graduiertenschule wird vom Center for Integrated Quantum Science and Technology (IQST) gewährleistet, das gemeinsam von der Universität Stuttgart, der Universität Ulm, dem Karlsruher Institut für Technologie sowie dem Max-Planck-Institut für Festkörperforschung getragen wird.
Die im Jahr 2024 im Rahmen der Initiative QuantumBW gegründete Doktorandenschule ist eine der Säulen des „Innovationscampus QuantumBW“, der Universitäten, Forschungsinstitute und große Industriekonzerne zusammenbringt, um den Transfer wissenschaftlicher Fortschritte in industrielle Anwendungen zu beschleunigen. Die nächste Phase des Programms sieht den Start neuer Forschungsprojekte ab 2026 sowie die Eröffnung neuer Doktorandenstellen ab Juni 2026 vor. In den kommenden Jahren sind drei neue Doktorandenjahrgänge geplant.
Weitere Informationen: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/quantenforschung-staerken-talente-foerdern-weitere-45-mio-eur-fuer-graduiertenschule
