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Start der neuen Projekte der Wissenschaftsoffensive in Karlsruhe: die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärkt die Innovationskraft der Oberrheinregion.  

Im Rahmen einer feierlichen Auftaktveranstaltung wurden die sieben neu ausgewählten Projekte der Wissenschaftsoffensive der Trinationalen Metropolregion Oberrhein erstmals öffentlich vorgestellt. Im Zentrum der Veranstaltung, die auf dem Campus Technologiepark der Hochschule Karlsruhe stattfand, stand die Präsentation dieser Vorhaben sowie die Sichtbarmachung der grenzregionalen Zusammenarbeit als entscheidender Erfolgsfaktor für Spitzeninnovation in Europa. Die sieben Projektkonsortien, bestehend aus bi- oder trinationalen Forschungsteams und ihren Industriepartnern aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, der Region Grand Est sowie der Nordwestschweiz, liefern konkrete Beiträge in strategischen Bereichen wie Energiewende und Energieeffizienz durch den Einsatz von KI, den Einsatz von Quantentechnologien im Dienste der Medizin von morgen oder auch die Prävention von Klima- und Umweltrisiken.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union setzte die Veranstaltung ein starkes Signal: Die Oberrheinregion demonstriert, wie europäische, nationale und regionale Initiative und Programme strategisch gebündelt werden können, um wissenschaftliche Exzellenz in konkrete technologische Lösungen mit gesellschaftlichem Mehrwert zu überführen.

Das Publikum setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Hochschullandschaft am Oberrhein, Forschenden, Akteurinnen und Akteuren des Innovationsökosystems, Unternehmen sowie politischen Entscheidungsträgern zusammen. Der interdisziplinäre und sektorübergreifende Austausch unterstrich die Rolle der Region als integrierter Forschungs- und Innovationsraum.

„Mit der Wissenschaftsoffensive setzen wir in der Oberrheinregion ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Kooperation über Grenzen hinweg und damit für ein wettbewerbsfähiges und lebenswertes Europa“, sagte Markus Wiedemann, Abteilungsleiter im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, in seiner Einführungsrede.

Die Wissenschaftsoffensive am Oberrhein

Die Wissenschaftsoffensive ist ein strategisches Förderinstrument der Trinationalen Metropolregion Oberrhein, deren Ziel es ist, Technologietransferprojekte zwischen Hochschulen aus der Grenzregion und deren Industrie- sowie öffentlichen Partner zu ermöglichen. Sie trägt dazu bei, die Verknüpfung zwischen anwendungsorientierter Forschung und Unternehmen in der Region zu stärken. Insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) muss die Lücke zwischen angewandter Forschung und Produktentwicklung − vom Proof of Concept über das Prototyping bis hin zur Systemdemonstration − durch eine systematische Erhöhung des technologischen Reifegrades besser geschlossen werden.

„Europas Stärke liegt in seiner Vielfalt, doch Ideen, Kapital und Talente sind ungleich verteilt. Wenn wir unsere Kräfte über Grenzen hinweg bündeln, machen wir aus Vielfalt echte Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft.“, betonte Dennis Steininger, Professor für Entrepreneurship an der RPTU Kaiserslautern-Landau, in seinem Key-Note.

Die Projekte, die zu 50% vom europäischen Programm Interreg Oberrhein finanziert werden, sollen den Ausbau der Forschungs- und Innovationskapazitäten und der Einführung fortschrittlicher Technologien im Oberrheingebiet stärken. Frédéric Pfliegersdoerffer, Vorsitzender der Interreg-Arbeitsgruppe und Gewählter des Regionalrates der Région Grand Est, betonte die Hebelwirkung des Interreg-Programms bei der Entstehung von strukturierenden Projekten. „Die Wissenschaftsoffensive ist ein in Europa einzigartiges Instrument zur Förderung von Forschung und Innovation auf grenzüberschreitender Ebene. Wir setzen auf die sieben Gewinnerprojekte der diesjährigen Ausgabe, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer trinationalen Region und Europas insgesamt weiter zu stärken“, erklärte er bei der Sitzung des Begleitausschuss des Interreg-Programmes am Vormittag.

Das Gesamtbudget von über 7,7 Millionen Euro wird durch ein gemeinsames Engagement der öffentlichen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Akteure am Oberrhein ermöglicht: 3,5 Millionen Euro stammen aus dem Interreg-Programm Oberrhein 2021-2027, 1,75 Millionen Euro aus den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und der Région Grand Est sowie 1,75 Millionen Euro aus Eigenanteilen der deutsch-französischen Projektverbünde. Wissenschaftseinrichtungen aus den Schweizer Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura und Solothurn tragen zudem mit ihrem Wissen und ihrem finanziellen Beitrag zum Gelingen der Projekte bei.

Die sieben geförderten Projekte im Überblick

Die sieben Projekte, die nach einem in 2024 gestarteten zweistufigen Auswahlverfahren aus 30 Bewerbungen ausgewählt wurden, zeichnen sich durch vielversprechende wissenschaftliche und technische Exzellenz, ein hohes Verwertungspotenzial der vorgeschlagenen Innovationen sowie direkte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand des Großraums Oberrhein aus.

Entdecken Sie hier die Projekte:  https://science.rmtmo.eu/de/wissenschaftsoffensive/projektaufruf-2024/15519-2/

Mit diesen sieben Projekten setzt die Wissenschaftsoffensive ein deutliches Zeichen für die Innovationskraft der Trinationalen Metropolregion Oberrhein und für die Zukunftsfähigkeit grenzüberschreitender Forschung in Europa.

„Die sehr große Anzahl der eingegangenen hochqualitativen Projektvorschläge, aus denen in sehr enger Auswahl die sieben besten gefördert werden, zeigt, dass die Hochschulen sich den Herausforderungen der Zeit stellen und in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Lösungen entwickeln, so dass in Kooperation mit Unternehmen, Gesundheitseinrichtungen, Regionalpartnern und der Gesellschaft die Oberrheinregion eine der lebenswertesten und wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen Europas bleibt.“, fasste Prof. Quint, Prorektor für Forschung und Transfer der Hochschule Karlsruhe, in seiner Abschlussrede zusammen.

Start der neuen Projekte der Wissenschaftsoffensive in Karlsruhe: die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärkt die Innovationskraft der Oberrheinregion.