Die Projekte des Fonds „Wissenschaft & Gesellschaft“
Der grenzüberschreitende Fonds „Wissen schafft Gesellschaft am Oberrhein“ unterstützt Projekte in den Bereichen Wissenstransfer sowie zur Vermittlung und zur Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse, die sich mit den großen gesellschaftlichen, ökologischen, klimatischen oder technologischen Herausforderungen des grenzüberschreitenden Raums befassen. Damit werden zwei Ziele verfolgt: Forschung sichtbarer und zugänglicher zu machen und gleichzeitig eine stärkere Beteiligung der Bürger und den Dialog über die großen Veränderungen am Oberrhein zu ermöglichen.
Die Projekte werden im Rahmen des Fonds „Wissenschaft und Gesellschaft“ gefördert und von der Europäischen Union über das Programm Interreg Oberrhein kofinanziert.

Sei es ein humanoider Roboter, der im industriellen Umfeld mit Menschen zusammenarbeitet, seien es Roboterarme, die Mitarbeiter in Fabriken unterstützen und die Präzision und Sicherheit der Arbeitsabläufe verbessern, sei es Künstliche Intelligenz, die in konkreten beruflichen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommt, seien es Quantencomputer, die neue Perspektiven für die Informationsverarbeitung eröffnen, oder auch Cybersicherheitsmaßnahmen, die unsere digitale Nutzung im Alltag schützen – die neuen Technologien verändern bereits heute den Alltag der Bürger, Unternehmen und Institutionen am Oberrhein.
Allerdings sind diese Technologien für einen Großteil der Zielgruppen – Bürger*innen, kleine und mittlere Unternehmen oder auch Entscheidungsträger*innen im öffentlichen Sektor – oft schwer zugänglich. Ihre technische Komplexität und ihr sehr abstrakter Charakter können ihre Aneignung und ihr Verständnis stark behindern.
Auf diese Herausforderung geht das Projekt „Trusting Emerging Technologies“ (Trust-ET) ein. Sein Ziel ist es, neue Technologien zugänglicher und verständlicher zu machen, indem konkrete, interaktive und partizipative Vermittlungsformate gefördert werden. Die Partner werden Vermittlungsinhalte und Demonstrationsprojekte zu drei sich ergänzenden Themenbereichen entwickeln: Künstliche Intelligenz und fortgeschrittene Rechenverfahren (Hochleistungsrechnen (HPC)), digitales Vertrauen und Cybersicherheit sowie Quantentechnologien und Robotik.
Das Projekt stützt sich auf eine bereits fest etablierte grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die Ingenieurshochschule CESI Strasbourg bringt ihr Fachwissen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechner und Robotik ein; die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in den Bereichen Cybersicherheit, Datenschutz, Governance und digitales Vertrauen sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart in der wissenschaftlichen Weiterbildung im Bereich der Quantentechnologien.
Konkret wird in Straßburg ein Schnuppertag organisiert, der praktische Vorführungen (humanoider Roboter, künstliche Intelligenz in der Industrie, Einführung in das Hochleistungsrechnen) sowie Austauschrunden mit den Forschenden umfasst und für ein Publikum ohne technische Vorkenntnisse konzipiert ist. Eine zweite Veranstaltung wird in Basel auf dem neuen Dreispitz-Campus im Cybersecurity Lab stattfinden, dessen Eröffnung für den Sommer 2026 vorgesehen ist. Die Besucher werden für die Herausforderungen des Cyberspace und des Vertrauens in digitale Systeme sensibilisiert, insbesondere in den Bereichen künstliche Intelligenz und Quantencomputing. Schließlich wird auch die DHBW Stuttgart im Jahr 2027 im Rahmen ihrer Schnuppertage Vorführungen rund um Quantentechnologien anbieten, um der Öffentlichkeit ein besseres Verständnis für die Anwendungen und Herausforderungen dieser Innovationen zu vermitteln. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch das Gestalten einer Ausstellung über neue Technologien, Innovationen und deren konkrete Anwendungen in der Oberrheinregion.
- Träger: CESI Straßburg (FR)
- Partner: Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW (CH)
- Assoziierte Partner: Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart (DE)
- Ziel des Projekts: Das Vertrauen in neue Technologien am Oberrhein stärken, indem diese einem möglichst breiten Publikum zugänglich gemacht werden.
- Gesamtbudget: 75.915,00 Euro
- EFRE: 18.851,62 Euro
- Schweizer Fonds: 27.077,4 Euro