{"id":15449,"date":"2025-10-17T15:29:45","date_gmt":"2025-10-17T13:29:45","guid":{"rendered":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/?p=15449"},"modified":"2025-10-17T15:29:45","modified_gmt":"2025-10-17T13:29:45","slug":"interview-aura-ai-symbol-digitaler-exzellenz-am-oberrhein-im-dienste-vernetzter-mobilitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/en\/news\/interview-aura-ai-symbol-digitaler-exzellenz-am-oberrhein-im-dienste-vernetzter-mobilitat\/","title":{"rendered":"Interview: Aura.ai \u2013 Symbol digitaler Exzellenz am Oberrhein im Dienste vernetzter Mobilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><em>Eine neue \u00c4ra f\u00fcr die grenz\u00fcberschreitende Mobilit\u00e4t! Das Projekt aura.ai entwickelt benutzer- und datenschutzfreundliche Authentifizierungsverfahren f\u00fcr den einfachen Zugang zu verschiedenen Verkehrsdiensten. Diese Innovation wird von einem trinationalen Konsortium entwickelt, rund um die Hochschule Karlsruhe, die Universit\u00e9 de Haute-Alsace und die Fachhochschule Nordwestschweiz. Die Forschenden arbeiten zusammen mit zwei Unternehmen, die Softwarel\u00f6sungen f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Verkehr und innovative Authentifizierungsmechanismen entwickeln, um eine KI-basierte L\u00f6sung zu entwerfen. Die S\u00e4ule Wissenschaft hat sich mit dem Tr\u00e4ger dieses im Rahmen der Wissenschaftsoffensive finanzierten Projekts unterhalten, der uns \u00fcber die Entstehung des Projekts, die Expertise der Forschungsteams und die Fortschritte berichtet, die diese Technologie f\u00fcr Reisenden und Verkehrsverb\u00fcnde bringen k\u00f6nnte.<\/em><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-15436 alignleft\" style=\"margin-top: 0.857143rem; margin-right: 1.71429rem; margin-bottom: 0.857143rem; font-style: italic;\" src=\"https:\/\/science.rmtmo.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/photo_Waldhorst_Aura.jpg\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/science.rmtmo.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/photo_Waldhorst_Aura.jpg 481w, https:\/\/science.rmtmo.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/photo_Waldhorst_Aura-239x300.jpg 239w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/p>\n<p><u>K\u00f6nnen Sie sich kurz vorstellen und Ihre Rolle im Projekt aura.ai beschreiben?<\/u><\/p>\n<p>Mein Name ist Oliver WALDHORST, ich bin Professor an der Hochschule Karlsruhe in Informatik, f\u00fcr das Fachgebiet Rechner- und Kommunikationsnetze und wissenschaftlicher Koordinator des Projekts aura.ai.<\/p>\n<p><u>Wie ist die Idee von aura.ai entstanden und was entwickeln Sie in diesem Projekt?<\/u><\/p>\n<p>Die Idee zum Projekt ist uns aus der Beobachtung gekommen, dass der regionale Nahverkehr ein wichtiger Faktor in der Oberrheinregion ist. Er h\u00e4lt die Region zusammen, nicht nur innerhalb der einzelnen L\u00e4nder, sondern auch grenz\u00fcberschreitend. Wir haben gemerkt, dass der regionale Nahverkehr immer mehr digitalisiert wird und viele Angebote nun per App auf dem Handy verf\u00fcgbar gemacht werden. In dieser fragmentierten Landschaft ist dies aber relativ kompliziert, denn jedes regionale Nahverkehrsunternehmen hat eine eigene App. Man muss also verschiedene Apps herunterladen, wenn man in der Region reisen m\u00f6chte, was ein Kraftakt im Bereich des App-Managements ist.<\/p>\n<p>Aber besonders kompliziert wird das Ganze auch, weil man ein Benutzerkonto f\u00fcr jeden Anbieter ben\u00f6tigt, mit einem eigenen Password. Man muss sich dann in jeder App extra anmelden. Diese Systeme sind aber technisch so gemacht, dass die Anmeldung nur jemanden f\u00fcr eine gewisse Zeit g\u00fcltig ist. Das hei\u00dft, nach einer gewissen Zeit muss man sich wieder authentifizieren. Und das passiert immer dann, wen man unterwegs ist, schnell zur Stra\u00dfenbahn rennt und sein Ticket buchen muss.<\/p>\n<p>Wir entwickeln also eine neue Technologie mit welcher die Benutzer kontinuierlich und automatisch auf den Mobilit\u00e4tsplattformen authentifiziert werden. Das hei\u00dft, die Benutzer brauchen sich nur einmal anzumelden, und solange es sich um denselben Benutzer handelt, bleiben sie in der App automatisch angemeldet. Diese Technologie bietet zus\u00e4tzliche Sicherheit bei der Authentifizierung. Zum Beispiel, wenn jemandem das Handy von einem Benutzer stiehlt, erkennt unser System, dass es sich nicht um die gleiche Person handelt und blockiert die Nutzung der App.<\/p>\n<p><u>Welche Technologie steckt hinter aura.ai?<\/u><\/p>\n<p>Mit einem Verfahren basierend auf K\u00fcnstlicher Intelligenz analysieren wir, wie der Nutzer mit seinem Handy interagiert, also, wie er sein Handy bewegt, wie er es h\u00e4lt, darauf tippt, usw. Wir k\u00f6nnen dadurch feststellen, ob gerade noch der gleiche Benutzer, der sich zu Anfang angemeldet hat, dieses Handy benutzt. Wir versuchen, den Nutzer quasi die ganze Zeit im Auge zu behalten, um kontinuierlich und sicher zu best\u00e4tigen, dass es sich um die gleiche Person handelt. Dadurch braucht er oder sie nicht regelm\u00e4\u00dfig sein Passwort einzugeben, vor allem nicht in zeitkritischen Momenten wie beim Wechsel zwischen Verkehrsmitteln. Die Daten werden nat\u00fcrlich anonymisiert und verschl\u00fcsselt, was ein hohes Ma\u00df an Datensicherheit gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Im Moment wird das System \u00fcber die Regiomove-App, die Mobilit\u00e4tsplattform der Region Karlsruhe, welche von raumobil entwickelt wird, durch Studierende der Hochschule Karlsruhe getestet. Die Regiomove-App ist mit der Ortenau-mobil-App verbunden, die auch grenz\u00fcberschreitende Mobilit\u00e4t erm\u00f6glicht. Falls diese Tests erfolgreich sind, werden wir Gespr\u00e4che dar\u00fcber f\u00fchren, unsere L\u00f6sung permanent in Apps wie Regiomove zu integrieren.<\/p>\n<p><u>Im Konsortium Ihres Projekts sind mehrere Hochschulpartner aus der Oberrheinregion beteiligt. Welche Kompetenzen bringt jede Einrichtung mit? <\/u><\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes der Wissenschaftsoffensive haben wir ein Team aus Partnern von der Universit\u00e9 de Haute-Alsace (UHA), der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und des Instituts f\u00fcr Datenzentrierte Softwaresysteme (IDSS) der Hochschule&nbsp;Karlsruhe, zusammengebracht.<\/p>\n<p>Seitens der Hochschule Karlsruhe bringen wir vor allem Vorarbeiten ein im Bereich der kontinuierlichen Authentifizierung und des f\u00f6derierten Trainings, welches es erm\u00f6glicht, KI-Modelle \u00fcber Unternehmensgrenzen hinweg zu etablieren.<\/p>\n<p>Die Partner von der UHA bringen ihre Erfahrungen im Bereich der Cybersecurity in dieses Projekt ein. Sie untersuchen, wie die KI-Modelle gegen Angriffe gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Unsere Kollegen aus dem Elsass werden sich auch dem Thema Benutzerakzeptanz annehmen.<\/p>\n<p>Die Kollegen von der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, sind ebenfalls Experten in Cybersecurity. Sie kennen sich besonders mit Protokollen zur Authentifizierung, wie sie in mobilen Anwendungen verwendet werden, aus.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt wird das Konsortium ebenfalls durch die assoziierten Partner INIT, einem weltweit f\u00fchrenden Anbieter f\u00fcr IT-L\u00f6sungen f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Nahverkehr, und Neomia, einem auf kontinuierliche Authentifizierung spezialisierten Softwareunternehmen<em>.<\/em><\/p>\n<p><u>Was ist f\u00fcr Sie der Vorteil, dieses Projekt mit Partnern aus der Grenzregion zu entwickeln, und umgekehrt, welchen Mehrwert bringt Ihr Projekt f\u00fcr den Oberrhein?<\/u><\/p>\n<p>Ein Vorteil ist, dass die Wege extrem kurz sind. Es ist ein Katzensprungnach nach Colmar oder nach Basel. Dies war und ist auf jedem Fall ein Vorteil.<\/p>\n<p>Gerade durch diese F\u00f6rderung ist diese Barriere der nationalen Grenze, welche bei den nationalen F\u00f6rderprogrammen da ist, gefallen. Wir konnten dies dann nutzen und genau in der Zielregion die entsprechende Expertise b\u00fcndeln. Vor allem verf\u00fcgen wir in der Oberrheinregion \u00fcber eine starke Expertise, um genau diese Problematik anzugehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Oberrhein, hoffen wir, dass es den Nahverkehr vereinfachen und auch weiter f\u00f6rdern wird. Wir gehen davon aus, dass wir den&nbsp;Nahverkehr durch dieses Projekt&nbsp;stark erleichtern k\u00f6nnen. Wenn man sieht, wie viele Leute hier in der Region auch grenz\u00fcberschreitend unterwegs sind denken wir, dass wir damit auf jeden Fall die Mobilit\u00e4t st\u00e4rken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und wenn wir davon ausgehen, dass \u00f6ffentlicher&nbsp;Nahverkehr&nbsp;auch nachhaltiger ist und \u00f6kologisch sinnvoller, ist es nat\u00fcrlich auch ein Projekt, das dann zur Nachhaltigkeit dieser Region beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p><em>Das Projekt aura.ai ist ein Projekt der Wissenschaftsoffensive der Trinationalen Metropolregion Oberrhein, welche vom Interreg-Programm Oberrhein, der R\u00e9gion Grand Est, dem Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-W\u00fcrttemberg und dem Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz kofinanziert wird. Die Schweizerische Eidgenossenschaft und die Kantone der Nordwestschweiz beteiligen sich an der Finanzierung der Schweizer Projektpartner.<\/em><\/p>\n<p>Mehr Informationen :<a href=\"https:\/\/www.h-ka.de\/idss\/aura-ai\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>https:\/\/www.h-ka.de\/idss\/aura-ai<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue \u00c4ra f\u00fcr die grenz\u00fcberschreitende Mobilit\u00e4t! Das Projekt aura.ai entwickelt benutzer- und datenschutzfreundliche Authentifizierungsverfahren f\u00fcr den einfachen Zugang zu verschiedenen Verkehrsdiensten. Diese Innovation wird von einem trinationalen Konsortium entwickelt, rund um die Hochschule Karlsruhe, die Universit\u00e9 de Haute-Alsace und die Fachhochschule Nordwestschweiz. 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