{"id":15559,"date":"2025-11-24T09:07:58","date_gmt":"2025-11-24T08:07:58","guid":{"rendered":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/?p=15559"},"modified":"2025-11-25T16:01:39","modified_gmt":"2025-11-25T15:01:39","slug":"grenzueberschreitende-wissenschaftsoffensive-foerderung-von-forschung-und-innovation-am-oberrhein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/neues\/grenzueberschreitende-wissenschaftsoffensive-foerderung-von-forschung-und-innovation-am-oberrhein\/","title":{"rendered":"Grenz\u00fcberschreitende Wissenschaftsoffensive: F\u00f6rderung von Forschung und Innovation am Oberrhein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit den sieben k\u00fcrzlich ausgew\u00e4hlten Projekten f\u00fcr insgesamt fast 8 Millionen Euro bekr\u00e4ftigt die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Innovation ihren Beitrag zur Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Oberrheins.<\/strong><\/p>\n<p>Mit ihren zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die sich durch Exzellenz und Vielfalt auszeichnen, geh\u00f6rt die Metropolregion Oberrhein zu den leistungsst\u00e4rksten Forschungsr\u00e4umen Europas. Eine Priorit\u00e4t der Wissenschaftsoffensive ist der Transfer der Forschungsergebnisse in konkrete Anwendungen f\u00fcr die Region, ihre Unternehmen, insbesondere die rund 290.000 kleinen und mittleren Unternehmen, die B\u00fcrger und die breite \u00d6ffentlichkeit. Die sieben Projektkonsortien, bestehend aus bi- oder trinationalen Forschungsteams und ihren Industriepartnern aus Baden-W\u00fcrttemberg, Rheinland-Pfalz, der Region Grand Est sowie der Nordwestschweiz, liefern konkrete Beitr\u00e4ge in strategischen Bereichen wie Energiewende und Energieeffizienz durch den Einsatz von KI, den Einsatz von Quantentechnologien im Dienste der Medizin von morgen oder auch die Pr\u00e4vention von Klima- und Umweltrisiken. <!--more--><\/p>\n<p>Die Wissenschaftsoffensive ist eine gemeinsame Initiative der Bundesl\u00e4nder Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz, der Region Grand Est sowie des Interreg-Programms Oberrhein, mit der grenz\u00fcberschreitende Spitzenprojekte in Forschung und Innovation gef\u00f6rdert werden. Das Gesamtbudget von fast 8 Millionen Euro f\u00fcr diese Ausschreibung ist auf ein gemeinsames Engagement staatlicher, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Akteure aus der Oberrheinregion zur\u00fcckzuf\u00fchren: 3,5 Millionen Euro stammen aus dem Interreg-Programm Oberrhein 2021-2027, 1,75 Millionen Euro von den Bundesl\u00e4ndern Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz und der Region Grand Est sowie 1,75 Millionen Euro aus Eigenmitteln der deutsch-franz\u00f6sischen Projektverb\u00fcnde. Wissenschaftliche Einrichtungen aus den Schweizer Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura und Solothurn tragen ebenfalls zum Erfolg der Projekte bei, indem sie ihr Wissen und einen finanziellen Beitrag von fast 800.000 Euro einbringen.<\/p>\n<p>Die sieben Projekte, die nach einem in 2024 gestarteten zweistufigen Auswahlverfahren aus 30 Bewerbungen ausgew\u00e4hlt wurden, zeichnen sich durch vielversprechende wissenschaftliche und technische Exzellenz, ein hohes Verwertungspotenzial der vorgeschlagenen Innovationen sowie direkte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand des Gro\u00dfraums Oberrhein aus.<\/p>\n<p><strong>Die ausgew\u00e4hlten Projekte: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>EMPOWER#IoT\n<ul>\n<li>Smart Cities nutzen Sensoren, um Luftqualit\u00e4t, Verkehrsfluss, L\u00e4rmpegel und andere st\u00e4dtische Parameter in Echtzeit zu erfassen. Die meisten Ger\u00e4te werden jedoch mit Einwegbatterien betrieben oder erfordern eine aufwendige Verkabelung. EMPOWER#IoT entwickelt solarbetriebene Sensoren, die auch im Schatten oder unter Stra\u00dfenlaternen funktionieren, wodurch Installations- und Wartungskosten gesenkt werden und weniger Abfall anf\u00e4llt.<\/li>\n<li>Projektpartner&nbsp;: Universit\u00e4t Freiburg (DE), Universit\u00e9 de Strasbourg (Icube-Labor) (FR), Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), mit weiteren akademischen Partnern (Fraunhofer ISE, CNRS), Kommunen und Unternehmen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>QUANTUM PRECISION\n<ul>\n<li>Krebs und Alzheimer entwickeln sich oft unbemerkt, da heutige Diagnosemethoden keine molekulare Pr\u00e4zision erm\u00f6glichen. QUANTUM-PRECISION entwickelt eine neue Generation von MRT-Ger\u00e4ten, die auf Hyperpolarisation basieren, einer quantenmechanischen Technologie, die das Signal von Krankheitsmarkern verst\u00e4rkt und so eine genauere Diagnostik und personalisierte Therapie erm\u00f6glicht.<\/li>\n<li>Projektpartner: Uniklinikum Freiburg (DE), Universit\u00e9 de Strasbourg (laboratoire Icube) (FR), mit anderen akademischen Partnern und Industriepartnern aus dem Bereich der Simulation und Quantenalgorithmen f\u00fcr die chemische und pharmazeutische Industrie.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>FLEX-E\n<ul>\n<li>FLEX-E hilft Industrieparks dabei, durch eine intelligentere Energienutzung Kosten und CO\u2082-Emissionen zu senken. Unternehmen verschwenden oft Strom durch separates Energiemanagement. FLEX-E entwickelt KI-Tools, mit denen eine sichere Zusammenarbeit ohne Weitergabe sensibler Daten m\u00f6glich ist. Das Projekt soll im Industriepark auf dem Gel\u00e4nde der ehemaligen Schmiede in Pfinztal getestet werden und durch Modellieren verschiedener Industrieparkgr\u00f6\u00dfen praktische Modelle und Leitf\u00e4den liefern.Projektpartner: Hochschule Karlsruhe (DE) und INSA Strasbourg (FR) und Industriegebiete in Grand Est und Baden-W\u00fcrttemberg<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>HEDRAF\n<ul>\n<li>Das Projekt HEDRAF entwickelt eine Drohne, die f\u00fcnf Stunden lang ununterbrochen fliegen kann, um die Rauchentwicklung bei Br\u00e4nden zu verfolgen und zu analysieren. Sie bietet eine einzigartige Autonomie und wird mit sauberer Energie betrieben. Durch die Bereitstellung zuverl\u00e4ssiger Daten f\u00fcr Feuerwehr und Beh\u00f6rden wird diese Drohne helfen, die Bev\u00f6lkerung besser zu sch\u00fctzen und die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit zu st\u00e4rken, die f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der Luftverschmutzung am Oberrhein von entscheidender Bedeutung ist.<\/li>\n<li>Projektpartner: INSA Strasbourg (FR), CNRS (FR) und Universit\u00e4t Freiburg (DE), in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie, Feuerwehren und Luft\u00fcberwachungsbeh\u00f6rden<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>VITISENSE\n<ul>\n<li>Der Oberrhein ist Heimat renommierter Weinberge, die von Holzkrankheiten bedroht sind, die jahrelang unsichtbar bleiben und erhebliche Verluste verursachen k\u00f6nnen. VitiSense entwickelt zwei Instrumente zur Fr\u00fcherkennung dieser Krankheiten, noch bevor sichtbare Symptome auftreten: einen optischen Sensor, der den Befall der Bl\u00e4tter fr\u00fchzeitig erkennen kann, und ein tragbares MRT-Ger\u00e4t, mit dem das Innere der Rebst\u00f6cke sichtbar gemacht werden kann.<\/li>\n<li>Projektpartner&nbsp;: Universit\u00e9 de Strasbourg (Icube-Labor) (FR), Universit\u00e9 de Haute-Alsace (FR), Hochschule Furtwangen (DE) sowie akademische Partner (FHNW, Julius K\u00fchn-Institut) und Partner aus der Industrie<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>ZUNAMI\n<ul>\n<li>ZUNAMI entwickelt ein lokales System zur Erkennung und Quantifizierung von Mikroplastik im Rhein. Durch die Kombination von modernster Probenvorbereitung, Automatisierung mittels Mikrofluidik und elektrischer Erkennung von Partikeln durch Mikroporensensorik liefert das Ger\u00e4t im Vergleich zu aktuellen Labormethoden schnellere Ergebnisse. Damit erhalten Wasserversorger und Beh\u00f6rden wirksame Instrumente zum Schutz der Fl\u00fcsse und der \u00f6ffentlichen Gesundheit.<\/li>\n<li>Projektpartner: Universit\u00e4t Freiburg (DE), Universit\u00e4t Basel (CH) und RPTU Kaiserslautern-Landau (DE) sowie Wasserversorger und Industriepartner.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>IMARA\n<ul>\n<li>Das Projekt IMARA entwickelt eine Robotik-Plattform f\u00fcr den Operationssaal, die aus zwei sich erg\u00e4nzenden Innovationen besteht: einem autonomen mobilen Roboter zur Vorbereitung und Bef\u00f6rderung von Material sowie einem Roboterarm, der sich durch Nachahmung von Pflegehandgriffen weiterentwickelt. IMARA zielt darauf ab, das Pflegepersonal von zeitraubenden und fehleranf\u00e4lligen Aufgaben zu entlasten, um mehr Zeit f\u00fcr die Patientenversorgung zu schaffen und gleichzeitig die Sicherheit der Eingriffe zu erh\u00f6hen.<\/li>\n<li>Projektpartner: Institut Hospitalo-Universitaire de Strasbourg (FR), Universit\u00e9 de Strasbourg (Icube-Labor) (FR), Hochschule Reutlingen (DE) sowie Partner aus dem akademischen Bereich und dem Krankenhaussektor.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mehr Informationen: <a href=\"https:\/\/science.rmtmo.eu\/appela-projets-os-2024\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/science.rmtmo.eu\/appela-projets-os-2024\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit den sieben k\u00fcrzlich ausgew\u00e4hlten Projekten f\u00fcr insgesamt fast 8 Millionen Euro bekr\u00e4ftigt die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Innovation ihren Beitrag zur Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Oberrheins. Mit ihren zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die sich durch Exzellenz und Vielfalt auszeichnen, geh\u00f6rt die Metropolregion Oberrhein zu den leistungsst\u00e4rksten Forschungsr\u00e4umen Europas. Eine Priorit\u00e4t der Wissenschaftsoffensive ist<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15566,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[10,11],"tags":[],"class_list":["post-15559","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neues","category-slider-de"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15559"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15559\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15560,"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15559\/revisions\/15560"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15566"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}