{"id":15433,"date":"2025-10-17T10:19:45","date_gmt":"2025-10-17T08:19:45","guid":{"rendered":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/?p=15433"},"modified":"2025-10-17T10:19:45","modified_gmt":"2025-10-17T08:19:45","slug":"der-oberrhein-in-bruessel-im-rahmen-der-europaeischen-woche-der-regionen-und-staedte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/science.rmtmo.eu\/de\/neues\/der-oberrhein-in-bruessel-im-rahmen-der-europaeischen-woche-der-regionen-und-staedte\/","title":{"rendered":"Der Oberrhein in Br\u00fcssel im Rahmen der Europ\u00e4ischen Woche der Regionen und St\u00e4dte"},"content":{"rendered":"<p>Am 13. Oktober organisierte die Trinationale Metropolregion Oberrhein (TMO) im Rahmen der 22. Ausgabe der Europ\u00e4ischen Woche der St\u00e4dte und Regionen in Br\u00fcssel eine Podiumsdiskussion, deren Hauptziel es war, den Beitrag dieser Grenzregion zu europ\u00e4ischen Themen wie Wettbewerbsf\u00e4higkeit, Innovation, aber auch Anpassung an den Klimawandel und Energiewende hervorzuheben. Die politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Vertreterinnen und Vertreter des Oberrheins wurden von Bodo Lehmann, dem Leiter der Vertretung des Landes Baden-W\u00fcrttemberg in Br\u00fcssel, empfangen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Woche der St\u00e4dte und Regionen, die gemeinsam vom Europ\u00e4ischen Ausschuss der Regionen und der Europ\u00e4ischen Kommission organisiert wird, ist ein H\u00f6hepunkt des Jahres in Sachen Koh\u00e4sionspolitik und grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit. Diese Ausgabe ist besonders wichtig im Zusammenhang mit der Vorbereitung des neuen mehrj\u00e4hrigen europ\u00e4ischen Rahmens f\u00fcr 2028, der eine Koh\u00e4sionspolitik , das wichtigste Instrument der europ\u00e4ischen Regionalentwicklung, mit einem weniger ambitionierten Budget als im vorangegangenen Zeitraum vorsieht. Der Oberrhein als vorbildliche europ\u00e4ische Grenzregion musste dabei sein, um seine Besonderheiten hervorzuheben und die Relevanz des grenz\u00fcberschreitenden Ansatzes f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit, Klima und Energiewende zu demonstrieren.<\/p>\n<p>Der Oberrhein ist in erster Linie ein historischer Kooperationsraum, der sich auf den rheinischen Geist st\u00fctzt, der die Menschen in den ihn bildenden R\u00e4umen verbindet, wie Fr\u00e9d\u00e9ric Bierry, Pr\u00e4sident der Collectivit\u00e9 europ\u00e9enne d&#8217;Alsace und Sprecher der S\u00e4ule Politik der TMO, bei der Diskussionsrunde betonte, die von Fabian Gomond, Journalist bei der Online-Zeitung \u201eVoisins-Nachbarn\u201d moderiert wurde.<\/p>\n<p>Der Oberrhein ist auch ein in Europa einzigartiger Raum f\u00fcr Forschung und Innovation mit fast 70 Universit\u00e4ten und Fachhochschulen sowie 40 Forschungseinrichtungen, in denen rund 30.000 Forscherinnen und Forscher an der Gestaltung der Gesellschaft von morgen mitwirken. Franz Quint, Prorektor der Hochschule Karlsruhe f\u00fcr Forschung, Partnerschaften und Transfer und Sprecher der S\u00e4ule Wissenschaft, wies mehrfach auf den Beitrag der Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Bew\u00e4ltigung der Herausforderungen des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel am Oberrhein hin. Das von der Universit\u00e4t Stra\u00dfburg, dem INSA Stra\u00dfburg, dem CNRS und der Hochschule Karlsruhe entwickelte Projekt 2PhaseEx, das eine Technologie zur R\u00fcckgewinnung der von Rechenzentren erzeugten W\u00e4rmeenergie entwickelt, wurde als Beispiel f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Innovation genannt.<\/p>\n<p>Der Oberrhein verf\u00fcgt \u00fcber Kooperationsstrukturen wie die S\u00e4ulen der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO), aber auch die Verb\u00fcnde Eucor \u2013 Europ\u00e4ischer Campus und TriRhenaTech \u2013 Allianz der Hochschulen am Oberrhein, die die Vernetzung und Zusammenarbeit erleichtern. Diese Organisationen tragen, wie Frank Rotter, Direktor f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit bei der Industrie- und Handelskammer Stra\u00dfburg Eurom\u00e9tropole, betonte, zur Entwicklung eines europ\u00e4ischen Bewusstseins und einer europ\u00e4ischen Identit\u00e4t in der Region bei, wobei junge Absolventen von bi- oder trinationalen grenz\u00fcberschreitenden Studieng\u00e4ngen als wahre Botschafter.innen in den Unternehmen fungieren, in denen sie besch\u00e4ftigt sind.<\/p>\n<p>Die besondere Governance der Grenzregion, insbesondere durch die TMO, die Ende des Jahres ihr 15-j\u00e4hriges Bestehen feiert, wurde von Fr\u00e9d\u00e9ric Bierry als pragmatisches Mittel zur gemeinsamen Bew\u00e4ltigung sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernder Herausforderungen gesch\u00e4tzt. Er hob die Rolle der grenz\u00fcberschreitenden europ\u00e4ischen Lebensr\u00e4ume beim Aufbau des Europas von morgen hervor.<\/p>\n<p>Julia Karch, Referentin f\u00fcr Nachhaltigkeit am Rektorat der Universit\u00e4t Freiburg, unterstrich den Beitrag der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zum fruchtbaren Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Das Eucor-Mobil-Lab, ein \u201epartizipatives Labor auf R\u00e4dern\u201d, das seit 2023 die wichtigsten Hochschulstandorte unserer grenz\u00fcberschreitenden Region bereist, erm\u00f6glicht es beispielsweise Forschenden und Promovierenden, ihre Arbeiten zu den Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und Anpassung an den Klimawandel vorzustellen und mit den Einwohner.innen zu diskutieren. Exzellente Forschung mit internationaler Ausstrahlung, wie sie in den grenz\u00fcberschreitenden Eucor-Lehrst\u00fchlen betrieben wird, kann sehr gut auf lokale Herausforderungen eingehen und zur Entwicklung gemeinsamer L\u00f6sungen im grenz\u00fcberschreitenden Kontext beitragen, wie der Professur \u201eWasser und Nachhaltigkeit\u201d zeigt, der sich auf die Herausforderungen im Rheintal spezialisiert hat.<\/p>\n<p>Die Notwendigkeit spezieller F\u00f6rderprogramme, die der Region Dynamik und Wachstum verleihen, wurde von den Teilnehmenden nachdr\u00fccklich betont, die zahlreiche Erfolge der Zusammenarbeit im Bereich der Energiewende oder des Klimaschutzes am Oberrhein anf\u00fchrten. Franz Quint hob das gro\u00dfe Potenzial hervor, das die Entwicklung des Wissens- und Technologietransfers f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit Europas und seiner Regionen darstellt. Die N\u00e4he und Komplementarit\u00e4t, die den Oberrhein auszeichnen, sind Vorteile, die es erm\u00f6glichen, die Akteure der Innovationswertsch\u00f6pfungskette einzubeziehen, indem die langj\u00e4hrige Erfahrung der Forschungsakteure in der Zusammenarbeit genutzt und gleichzeitig das Know-how der Unternehmen \u00fcber die Grenzen hinweg verwertet wird, wie Frank Rotter betonte. Die Projekte der Initiative Wissenschaftsoffensive, einem einzigartigen Programm, das vom Interreg-Programm Oberrhein, den Bundesl\u00e4ndern Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz sowie der Region Grand Est kofinanziert wird, sind perfekte Beispiele f\u00fcr den Beitrag der Grenzregionen zur europ\u00e4ischen Innovation aus der \u00f6ffentlichen Forschung.<\/p>\n<p>Herr Bierry schloss seine Rede mit dem Aufruf, die f\u00fcr Interreg-Programme charakteristischen Besonderheiten der dezentralen Governance beizubehalten, die die wesentliche Rolle der Grenzregionen bei der Verwirklichung der Europ\u00e4ischen Union gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Die rund 40 Teilnehmenden konnten den Austausch bei einem von den Organisatoren angebotenen Aperitif fortsetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 13. Oktober organisierte die Trinationale Metropolregion Oberrhein (TMO) im Rahmen der 22. 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